Beschwerden über Umzugsfirmen

Mehr Personal, keine Versicherung, plötzliche Zusatzkosten: Die schwarzen Schafe unter den Umzugsfirmen finden stets Mittel und Wege, ihre Kunden abzuzocken. Die Wirtschaftskammer meint, es gibt kaum Chancen die Firmen zu stoppen.

Unter dem breiten Angebot an Umzugsfirmen befinden sich zahlreiche schwarze Schafe. Sie locken mit besonders günstigen Angeboten, wie etwa 25 Euro pro Stunde für zwei Arbeitskräfte inklusive Lkw. Im Endeffekt muss dann jedoch oft das Vielfache davon bezahlt werden.

Abgezockt wird mit den unterschiedlichsten Mitteln. „Bei der Besichtigung sagt der Unternehmer, dass der Umzug innerhalb von fünf Stunden mit zwei Arbeitskräften machbar ist. Am Umzugstag selbst kommen dann vier statt der vereinbarten zwei Arbeitskräfte und das Ganze dauert acht statt fünf Stunden.“

Unseriöse Anbieter haben keine Versicherung

Sollte es sich in der veranschlagten Zeit ausgehen, beginnen die Arbeitskräfte langsamer zu werden, um Extrastunden zu kassieren. Auch Beschädigungen kommen häufig vor. Rainer K. etwa berichtet: „Es wurde eine Uhrzeit ausgemacht und die Herrschaften kamen zwei Stunden zu spät. Wir haben den Angestellten ein Vlies von uns gegeben, um den Kühlschrank ohne einen Kratzer im Parkett schieben zu können. Sie haben es nicht genutzt. Eine Kante war abgeschlagen und tiefe Kratzer in der neuen und alten Wohnung."

Die meisten unseriösen Anbieter verfügen jedoch über keine Versicherung. Die Betroffenen warten vergeblich auf Entschädigungen. Das plötzliche Auftauchen von versteckten Kosten bei der Abrechnung ist auch keine Seltenheit. Diese reichen von einer Erschwerniszulage für den Transport einer Waschmaschine über Stockwerkszulagen bis zu An- und Abfahrtspauschalen. Bei der Angebotserstellung werden diese Kosten verschwiegen.

Betroffene sind in Zwangslage

Wir wissen, dass es schwarze Schafe gibt und sind diesen mit Rechtsanwälten auf der Spur. Das Problem ist, dass diese Unternehmen nicht als Spediteure angemeldet sind, sondern als Kleintransporter. Das ist kein reglementiertes Gewerbe. Man kann also kaum gegen sie vorgehen. Wenn eines dieser Unternehmen so agiert und dann einen schlechten Ruf hat, sperrt es einfach zu und eröffnet unter einem anderen Namen wieder“,

In Wien gibt es etwa zehn dokumentierte Beschwerdefälle pro Jahr. Die Dunkelziffer ist aber viel höher: „Viele Betroffene zahlen und wollen die Geschichte dann vergessen“. „Die meisten Betroffenen sind in Zwangslagen und bezahlen deswegen. Schließlich kann ein Umzug oft nicht verschoben werden. Die Firmen sind im Nachhinein dann oft nicht mehr greifbar. Die Handynummern funktionieren nicht mehr und andere Informationen sind auf der Homepage nicht zu finden“.

Immer Auftrag schriftlich festhalten

Kunden können sich schützen: „Am besten ist es, den Auftrag inklusive Leistungsumfang schriftlich festzuhalten. Dann kann man nachvollziehen, was vereinbart wurde. Ansonsten stehen dann Aussage gegen Aussage“, zusätzlich, sich im Vorhinein über die Umzugsfirma zu informieren und ob der angebotene Preis realistisch ist.

Unwetter - Wetterkapriolen

Aufgrund der immer ärger werdenden Wetterkapriolen, starken Unwetter weisen wir sowohl in unserer Broschüre, als auch in unserer Webseite auf die an unser Personal erteilte Order hin:

Sobald ein Unwetter auf die Region (Einsatzort eines unserer Teams) zukommt erhält der Vorarbeiter durch unser Büro eine Unwetterwarnung.

Vor Eintreffen des Unwetters wird die Ladefläche geschlossen, das Arbeiten eingestellt, das  Unwetter abgewartet. Im Zuge dessen kann es, je nach anhaltender Dauer des Unwetters,  zu Verzögerungen in der Ausführung kommen.


Jürgen Bachmaier - OÖ Kickerwahl

Wir gratulieren recht herzlich!